Schreibt man Immanuel Kant mit einem oder mit zwei »m«, fragt er sich. »Die Würde des Menschen ist unantastbar«, schon klar. Aber so, wie manches in dieser Welt aussieht, kann man dem Immanuel vielleicht ein »m« streichen. Immerhin wird hierzulande so mancher Person nicht mehr allzu viel von ihrer Würde gelassen. Da könnte man ein »m« vom Immanuel versteigern, ihn würde das nicht mehr sonderlich schmerzen, aber irgendein bedürftiger Hartz-IV-Empfänger könnte sich von dem Versteigerungserlös ein wenig Würde kaufen. In solchen Zeiten gibt ja auch ein Stück Brot dem Menschen wieder etwas Achtung vor sich selbst.
Donnerstag, 19. November 2009
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